Was vor sechs Jahren als Drama rund um unser schönes Rosental begann, wird zunehmend zu einer Provinzposse. Wie bereits berichtet, hat die Stadtverwaltung auf Basis der inzwischen vorliegenden Machbarkeitsstudie den Mitgliedern des Ausschusses für Stadtentwicklung und Technik (STA) empfohlen, das Vaihinger Seilbahnprojekt endgültig zu den Akten zu legen.

Trotz eindeutiger Sachlage, die von den meisten Gremiumsmitgliedern auch akzeptiert wird, setzten einige Stadträtinnen und Stadträte, vor allem der Grünen-Fraktion, durch, dass vor einer endgültigen Abstimmung der Vaihinger Bezirksbeirat befragt werden sollte. Derlei Verschleppungstaktik schien vor allem ärgerlich und wenig Erfolg versprechend.

Humorvoll empfahl denn auch SÖS-Bezirksbeirat Gerhard Wick, der sich von Anfang an gegen die Vaihinger Seilbahntrasse ausgesprochen hatte, in der darauffolgenden Beiratssitzung am 19. Mai seinen Kolleginnen und Kollegen: „Wenn du bemerkst, dass du auf einem toten Pferd reitest, steig ab!“

Die meisten Beiratsmitglieder folgten bei der Abstimmung in der Hauptsache diesem Rat. Allerdings stimmten zur allgemeinen Überraschung ausgerechnet drei der vier CDU-Bezirksbeiräte gegen die städtische Vorlage und somit für die Seilbahn. Nur Bezirksbeirätin Rebecca Ebert hielt sich an die offizielle Linie ihrer Partei.

Der Vaihinger CDU-Betreuungsstadtrat Jürgen Sauer zeigte sich überrascht und verärgert über das Abstimmungsverhalten seiner Parteikollegen, da er sich schon seit Jahren gegen die Seilbahn und für eine Stadtbahnverlängerung in Vaihingen einsetzt und die Bürgerinitiative „Rettet das Rosental“ in diesem Sinne unterstützt.

Am 16. Juni findet nun im Rathaus die entscheidende STA-Sitzung statt. Hoffentlich findet diese Provinzposse dann ein undramatisches Ende.

Foto: © landrachuk – Pixabay