Fast wäre es so weit gewesen. Im Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik (STA) sollte am Dienstag, 5. Mai, eigentlich der Schlussstrich unter das Vaihinger Seilbahnprojekt gezogen werden. Der leitende Verkehrsplaner der Stadt, Stephan Oehler, legte in der Sitzung im Stuttgarter Rathaus überzeugend dar, dass die Pilottrasse durch Vaihingen wirtschaftlich schlicht nicht tragfähig ist. Diese Erkenntnis beruht auf den Ergebnissen jener lange erwarteten Machbarkeitsstudie – und entspricht übrigens der Einschätzung, die unsere Initiative von Anfang an vertreten hat.
Der Nutzen-Kosten-Faktor, der für die Realisierung des Verkehrsprojekts erforderlich ist, wäre nur durch deutliche Einbußen bei Fahrfrequenz, Komfort und technischer Sicherheit der Seilbahn zu erreichen. Darauf will sich die Stadt klugerweise nicht einlassen. Dieser Meinung schlossen sich in der Diskussion zahlreiche Stadträte an, darunter CDU-Stadtrat Jürgen Sauer, der in seinem Beitrag auch auf das Engagement unserer Bürgerinitiative hinwies.
Dennoch kam es leider nicht zu der geplanten Abstimmung, da sich vor allem Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen sowie Stadtrat Christoph Ozasek von der Klimaliste immer noch gegen ein Ende der Vaihinger Pilottrasse zur Wehr setzten und den Tatsachen weiter nicht ins Auge schauen wollten.
Die Entscheidung über das Projekt wird daher zunächst dem Vaihinger Bezirksbeirat vorgelegt, wohl in der Hoffnung, dass sich dort doch noch eine Mehrheit für die Seilbahn ergeben könnte. Erst nach dem Votum der Vaihinger Bezirksvertreter soll dann in den städtischen Gremien die endgültige Entscheidung fallen.
Kurz: Unser Ziel, das Rosental zu retten, ist zum Greifen nah, und doch müssen wir noch einmal Flagge zeigen. Die entscheidende Sitzung des Vaihinger Bezirksbeirats findet am Dienstag, 19. Mai, ab 18 Uhr, im Rudi-Häussler-Bürgersaal im Bürgerforum (Schwabengalerie) statt.
Foto: © Eva Klingenstein
